Im Alltag können wir den Säugling
durch gezielte Anfassen optimal unterstützen, sich sicher zu fühlen.
Raum und Zeit:
Hebammenpraxis babyrund, Berlin Schöneberg, Gleditschstr. 45
Nächster Termin auf Anfrage
Kosten:
40 € pro Person
Kursleitung und Information:
Erika Sattler
Ergotherapeutin
Phone: 030 / 78 89 8937 |
namasteerika@yahoo.de
Inhalt der Fortbildung:
„Frühkindliche Reflexe“ sind primäre Bewegungs-Reaktionen im 1.
Lebensjahr. Diese Fortbildung erklärt den Sinn von frühkindlichen
Reflexen.
„Reflexe“, was ist das?
Frühkindliche Reflexe sind
genetisch angelegte automatische Reaktionen, die Bewegungen des
Säuglings. Sie sind das Rüstzeug, was das Kind vom sicheren
Mutterbauch auf die Erde kommend, mitbekommt, um sich in dieser neuen
schwerkraftsgesteuerten Umwelt zurecht finden zu können. Da das Kind
zuerst kaum Muskulatur hat, um sich zu bewegen, sind die Reflexe
spontan auslösbar und verhelfen dem Kind zu wenigen, eigenständigen
Bewegungen. Sie dienen sowohl als Schutzmechanismen, wie als
Geburtshelfer und erste Fortbewegungsmöglichkeiten. In den ersten
Lebensmonaten kann der geübte Beobachter sie als Reifezeichen für den
Entwicklungsstand nutzen.
Die Hauptreflexe müssen im Laufe der Entwicklung überwunden und durch
komplexere Bewegungen abgelöst werden.
Der/die erfahrene Vojta-Kinderarzt/ärztin nutzt die Lagereaktionen, um
Reflexe auszulösen und den Entwicklungsstand des Säuglings zu
überprüfen.
In dieser Fortbildung werden:
die wichtigsten Reflexe mit
Funktion und Überwindungszeiträumen dargestellt.
eine praktische Anleitung
für ein sensomotorisch und physiologisch sinnvolles und erprobtes
Säuglings-Handling vermittelt
die Grundlagen von
Sensomotorik, die drei Körperbasissinne erläutert
Was
heißt „Handling“?
alle alltäglichen
Handlungen, mit denen Erwachsene ein Säugling/Kleinkind bewegen, es
anfassen
jede Bewegung am und mit dem
Körper des Kindes
beim täglichen Hochheben und
Ablegen;
An- und Ausziehen
bei der Körperpflege und
Windeln wechseln
wenn es in Wipper, Wagen
oder auf den Boden gelegt wird
Wozu
ist das Handling gut?
Es ist ein für den
instabilen Körper des Säuglings physiologisches achsengerechtes, für
diese Altersstufe entsprechendes und für die Aufrichtung
entwicklungsfördernes alltägliches Anfassen
Es dient im Alltag von
Anfang an dazu, dem Kind im Kraftfeld der Erde mit seinem erst sich
entfaltenden Sinnen Sicherheit und eigenes Körpergefühl zu geben.
Welche Sinne und Bewegungsimpulse werden mit dem Handling angeregt und
unterstützt?
Körperwahrnehmung stärken
(Körpermitte durch Drehbewegung von Becken gegen Schultergürtel spüren
lassen, Entspannung der Schultern)
Überwinden von Symmetrischen
Bewegungsmustern und Einfühlen in Diagonalbewegungen,
Sensorische
Überempfindlichkeiten ausgleichen,
Koliken abbauen,
Darmträgheit anregen, wirkt wie eine Bauchmassage
Dysplasie-Prophylaxe durch
tägliches Hoch-/Ablegen/Aus-/Anziehen
Muskelspannkraftmangel
anregen,
Aufrichtung fördern ohne zu
überlasten,
Interaktion zwischen
Bezugsperson und Kind fördern,
Selbsttröstungsfähigkeit und
Selbstwahrnehmung fördern,
Spiel mit
Hand-/Fuß-/Mundkoordination,
Abstützbereitschaft fördern,
Still-/Fütter- Probleme
lösen.